Titel: Die Legende von Oasis
Autor: Janine Tollot
Erscheinungsjahr: 2015
Genre: Fantasy
Verlag: Books on Demand

Inhalt:
Brielle träumt schon jahrelange davon, wie die Orkusianer mit einer Fluke das Meer zu erkunden. Doch sie lebt als normaler Mensch auf einem Segelschiff. Eines Tages macht sie eine furchtbare Entdeckung. Der Gott und König der Orkusianer Isea wird von ihrer Mutter Trielle auf dem Schiff festgehalten. Diese soll die Göttin Este sein, die seit Jahrhunderten Rache an ihrem Bruder nimmt und seine Königreiche im Meer zerstören will. Brielle ist Iseas letzte Chance die von Rache besessene Göttin aufzuhalten. Wird sie es schaffen die beiden Spezies von Oasis vor dem Zorn Este zu retten?

Eigene Meinung:
In den ersten Kapiteln war ich etwas skeptisch. Durch den angenehmen und flüssigen Schreibstil war ich jedoch schnell von der Geschichte in Oasis gefesselt. Im Vordergrund der ganzen Geschichte steht die grässliche Rache der Göttin Este. An manchen Stellen war ich regelrecht schockiert welchen brutalen und dramatischen Verlauf die Geschichte genommen hat.

Die Beschreibung der Unterwasserwelt war atemberaubend. Während dem Lesen tauchte man wortwörtlich in die wunderbaren Weiten des Meeres ab. Die Fauna und Flora sowie die viele unterschiedlichen Tierarten wurden sehr detailliert beschrieben. Diese Detailliertheit fehlte mir jedoch bei einigen der Charaktere. Zu Rahes und den anderen Meeresbewohnern konnte ich überhaupt keinen Bezug aufbauen, da man kaum einen Einblick in ihre Eigenschaften, ihre Denkweise oder ihr Wesen erhalten hat. Diese Charaktere blieben mir bis zum Schluss ein Rätsel und ich fand es schade, dass man nicht mehr über sie erfahren hat.
Die Kopfgespräche zwischen Isea und Brielle waren für mich jedes Mal ein wunderbares Highlight. Durch diese Gespräche lernten sich Onkel und Nichte besser kennen und man erfuhr auch jede Menge interessante Details über die Unterwasserwelt sowie das Verhältnis und die Geschichte der Göttergeschwistern. Ein Charakter der mich etwas enttäuscht hat und von dem ich gerne mehr erfahren hätte war Brielles Vater Tjarus. Dieser wurde nur an sehr wenigen Stellen behandelt. Ich hätte mir jedoch mehr von ihm sowie über seine Reaktionen zu all den Enthüllungen gewünscht.

Die Geschichte nimmt Bezug auf viele wichtige Themen in unserer Zeit. So wird das bedeutende Zusammenspiel zwischen Erde und Wasser beschrieben und wie wichtig Umweltschutz ist. Außerdem wird die Distanz zwischen den verschiedenen Rassen erläutert, wobei Rassismus eine große Rolle spielte. Dabei kommt man selbst sehr ins Grübeln und zum Nachdenken.

Fazit:
Eine tolle und lehrreiche Geschichte über einen wundervollen Planeten, der aufgrund von Rache und Eifersucht fast zerstört wird. Eine etwas andere Fantasy-Geschichte, die mich von sich überzeugen konnte und mir viele wichtigen Themen vor Augen gehalten hat, über die ich noch lange nachdenken werde. Ich kann diese Geschichte definitiv weiter empfehlen.

4 von 5 Punkten

Advertisements